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Vor dem Start bin ich schon etwas skeptisch. Da wir kein Zimmer für eine Nacht bekommen hatten, sind wir schon um kurz nach drei Uhr morgens losgefahren, um mit der ersten Fähre auf die Insel zu kommen. Geschlafen hatte ich irgendwie auch kaum und so fühle ich mich bereits jetzt etwas desolat. Zweimal um die Insel und zweimal durch den Ort, scheinen mir nun doch etwas weit und 8 Wochen Vorbereitung mit verletz-
ungsbedingten Pausen er-
schreckend kurz. Anderer-
seits, ich will das schließlich packen und die tolle Organisation, das herrliche Wetter nebst der fast familiären Atmosphäre zerstreuen schnell alle Bedenken bezüglich der bevorstehenden Strapaze.

Wind, das unerwartete Auf und Ab in den Dünen, dazu eine aus-
gedehnte Blase unter dem rechten Fuß und ab Kilometer 30 der vorhergesagte Mann mit dem Hammer schaffen mich fast - aber eben nur fast. Andere Läufer, die mich im letzten Drittel überholen, muntern mich auf, wenn ich mal wieder eine Gehpause einlege und das gibt immer wieder Rücken-
wind. Das Bild links zeigt mich ca. 3km vor dem Ziel, beim pas-
sieren der letzten Ver-
pflegungsstation. Sieht überhaupt nicht richtig anstrengend aus, oder? Ist’s auch nicht, und irgendwie doch - schwer zu erlären...

Geschafft!!! In des Wortes doppelter Bedeutung. Endlich nach 4:50 im Ziel, etwas unbeweglich, froh zu sitzen aber sowas von zufrieden... Nach einer herrlichen Dusche geht es zurück zur Fähre und zur Belohnung lecker essen im Delphi in Norden. Immer wieder erwähnenswert. Leider kann ich diesmal keinen Ouzo geniessen, der, wie üblich, reichlich verteilt wird, denn ich will ja noch nach Hause fahren. 450km! Morgen ist Montag und da ruft die Arbeit.

Meinen besonderen Dank möchte ich Herrn
Johannes Schönenborn aussprechen, der mich in der Vorbereitungszeit jederzeit tadellos betreut, beraten und bestärkt hat.
Ein weiteres, herzliches Dankeschön geht an die Adresse meines Kollegen Fred. Er hat mich an diesem Tag begleitet, Bilder geschossen, mir dies und das abgenommen und so das Drumherum wesentlich erleichtert.
Danke auch an alle, die in Gedanken ab und zu mal bei mir waren und sich gefragt haben wo ich jetzt gerade bin und wie es mir so geht.
Danke auch an Nico, meinen Hund, der trotz des langen Alleinseins nicht in den Keller gesch.... hat. ;-)

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